Tag 1 – Das Rennen
Den Dresden Erdgas Race Day habe ich mehr oder weniger gut überstanden. Am Start war ich noch voller Hoffnungen mein mir gesetztes Ziel die Strecke mit in etwa einen 33km/h Schnitt zu bestreiten aber nach ca. 5km ging das Dilemma los. Die erste technische Panne bei einem Rennen hatte mich eingeholt und damit hieß es kurzzeitig rechts ran fahren und das Feld ziehen lassen um das Problem zu beseitigen. Noch war das Tempo zu meinen Glück nicht so hoch das ich es relativ zügig wieder zum Hauptfeld auffahren konnte. Aber es sollte noch schlimmer für mich kommen an diesen Tag! An einer Streckenverengung wurde das Tempo so sehr verschleppt das der Pulk mehr oder weniger fast zu stehen kam. Dabei entriss es mir das Rad unter den Füssen. Nur durch ein Wunder landete ich dabei auf den Füssen aber mitten im fahrenden Fahrerfeld. Die Zeit verging bis ich wieder an mein Rad ran kam und der Pulk zog von dannen. Nach erster optischer Überprüfung des Rades schien bis auf die Blessuren am Lenker alles in Ordnung zu sein. Das Rennen war aber zu diesem Zeitpunkt endgültig für mich gelaufen und es ging für mich nur noch um Schadensbegrenzung auf den folgenden 100 Kilometern. So einige Zeit des alleine Fahrens nach den Sturz vergingen bis endlich eine größere Gruppe zu mir aufschloss in welcher ich zumindest über etwas Zeit ein klein wenig Kraft sparen konnte bis die Berge kamen. Die ersten Steigungen liefen noch recht gut, aber dies sollte sich auch bald ändern. Als der Aufstieg nach Altenberg bei gut 30°C begann, ließ recht fix meine Kraft nach und die ersten Krämpfe in den Waden setzten ein. An der Steigung bei der Bobbahn hieß es daher an den schlimmsten Punkten schieben. So schlecht ging’s mir schon lange nicht mehr beim Radln. Von der Bobbahn an ging es fast nur noch Bergab aber mit verhärteten Waden, machte dies keine Freude. Zumindest ging es voran, bis kurz vorm Ziel der letzte Berg kam. Die ersten gut 400-500m liefen noch recht gut, bis sich die Krämpfe wieder zu Wort meldeten und mich zum Abstieg zwangen. Beim Wiederaufstieg nach dem wiederholten Schiebens, führte eine unkonzentriertheit zum zweiten Sturz des Tages, welcher mir den Rest gab und endgültig die Freude an den Rennen nahm bei welchen das Glück mir nicht hold war. Gut 4 Stunden hatte ich für die 120km dann letztentlich gebraucht, welches mir den 222ten Platz bescherte. So wirklich Freude über das erreichte Ergebnis sollte aber nach alledem nicht bei mir aufkommen

Die Qual an der Bobbahn Altenberg
Strecke Dresden Erdgas Race 2008 
Tag 2 – 150km ausradeln entlang des Elbe Radwanderweges
Es ist Montag der 28te Juli heute geht der eigentliche Teil meines Radurlaubes los. Das vortägliche Rennen war nur eine Einleitung dazu. Berge konnte ich am heutigen Tage nicht mehr sehen und daher war ich froh das es nur entlang der Elbe ging. Das erste Zwischenziel des Tages war Meißen wo es eine echt schöne Mittelalterliche Altstadt zu besichtigen gab. Ich ließ es mir auch nicht nehmen hinauf zur Albrechtsburg und dem Dom zu fahren. Die Aussicht von dort oben ist einfach herrlich. Leider blieb mir nicht viel Zeit um noch andere Sehenswürdigkeiten anzusehen. Es lagen noch über 100km Weg vor mir. Weiter ging es immer der Elbe den Elbe-Radwanderweg entlang nach Riesa, über Streckenabschnitte die selbst das Kopfsteinpflaster bei dem Radklassiker Paris – Roubaix in den Schatten stellen. In Riesa gab’s nicht ganz so viele schöne Dinge zu entdecken wie in Meißen. Hier wurde die Zeit erstmal für Verpflegung und das auffüllen der Trinkflaschen genutzt. Weiter ging es dann nach Torgau. Die Strecke dorthin zog sich ins fast unermessliche und bot auch kaum sehenswerte Abwechslung (ein Schloss, ein paar Kirchen, Baggerseen). So langsam lief mir auf den Weg dorthin die Zeit davon, die Sonne drückte auch sehr von oben. Gut 2 1/2 Stunden hat’s von Riesa bis Torgau gedauert, im doch recht zügigen Tempo, je nachdem wie es die Straßenverhältnisse zuließen. Als Torgau erreicht war hieß es zum Ersten mal an diesem Tage nach Navi fahren, da es nicht mehr am Elbe Radweg entlang gehen sollte. Die Sonne hatte einfach kein erbarmen und in Dommitzsch bot sich dann an einem Brunnen etwas Erfischung, für die letzten Kilometer nach Bad Schmiedeberg, an. Kurz vor dem Ziel kam aber noch die große Erfrischung an die Reihe. Ich entdeckte neben der Straße einen See bzw. wie sich im Nachhinein herausgestellt hatte die Lausiger Teiche, bei welchen ich nicht widerstehen konnte in kühle nass zu springen. Völlig relaxt kam ich dann auch im Kurort Bad Schmiedeberg an.
Leider ist die GPS – Aufzeichnung von Tag 2 (Strecke Dresden nach Bad Schmiedeberg) defekt und kann daher nicht veröffentlicht werden.
Tag 3 – Es geht in die Heimat (100km)
Gut ausgeruht geht’s auf die letzte große Fahrt für die Woche. Aber ein paar Sehenswürdigkeiten sind schon noch im Programm verzeichnet. Das erste Ziel des Tages ist Gräfenhainichen und das nahe gelegene Ferropolis (Die Stadt aus Eisen). Die ersten Kilometer auf meinen Weg dorthin erinnerten mich mal wieder an Paris-Roubaix, Das im Sattel sitzen fiel auch schon um einiges schwerer als an den vorherigen Tagen. Aber mit den Ziel vor Augen ging’s gemächlich durch die Dübener Heide vorwärts. Die Altstadt von Gräfenhainichen ist auch wieder eine Wohltat fürs Auge gewesen, dafür hat mich Ferropolis nicht sonderlich überwältigt. Das einzigste Highlight dort war das ich von einen Promoter des im nächsten Jahr dort steigenden Halb-Ironman Wettbewerbes angesprochen wurde ob ich nicht Lust hätte (mal schauen vielleicht kann ich mich ja durchringen in dieser Hinsicht was zu tun *grins*). Vom Ferropolis ging es aber auch recht Zügig weiter nach Oranienbaum und dann den Wörlitzer Park in welchen ich mir ein wenig die Beine vertrat. Nach 1 1/2 Stunden durch den Park getigere ging’s auch wieder aufs Rad. So langsam hatte ich auch die sengende Sonne satt und wollte nur noch ans Etappenziel. Coswig wurde noch kurz betrachtet und dann gings auch schon in Windeseile nach Zerbst über Hundeluft und andere Dörfer. Die ersten Zeichen der Hitze waren am Horizont auch schon sichtbar. So einige Feldbrände haben sich an diesen Tag ereignet.
Die Strecke zum Tag 3 
Die ersten Bilder zur Tour sind in meiner Galerie Reisen zu finden! Beschreibungen dazu sind in Arbeit.